Bayerisches Wörterbuch:Kaisersemmel - Brötchen mit 5 bogenförmigen Einschnitten

Bairisch - Deutsch

Bayerisches Wörterbuch der Dialekte


Kaisersemmel


Brötchen mit 5 bogenförmigen Einschnitten


Kommentare zu diesem Wort:

Beispiel:
Die Gulaschdose ist aber auch nicht meine erste Wahl, denn diese Sache mit der Kaisersemmel ist doch eher peinlich. [Die Presse 28.5.2005]



Als "Kaiserbrötchen" in D so bekannt, dass es keiner anderen Übersetzung bedarf.
Was allerdings sicher nicht alle Deutschen wissen, ist das, dass die Kaisersemmel ursprünglich aus Österreich stammt.



Kommentar zu "Maschinsemmel":
schwer zu kriegen! [ von JoDo am 2008-05-23 17:54:31 ]
Kleingebäcke
Österreich ist aber nicht nur für die Tradition und die Qualität von Feinbackwaren bekannt, sondern auch für seine Kleingebäckkultur. Eine sehr bekannte, traditionell österreichische Kleingebäckform ist z.B. die Kaisersemmel, die händisch geschlagen als Handsemmel auf den Markt kommt, heutzutage aber meist als gestanzte „Maschinsemmel“ angeboten wird.



Weitere Wörter:


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(in die Hose machen)

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(langer Fußmarsch)

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(Dachschaden)

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(löchrig)
   



Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Dialekte im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]

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